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Die Preisträger 2014

Bester Film   Heinz Sielmann Filmpreis

(Stifter: Stadt Eckernförde)
Dotierung: 2.500 Euro
 


(Stifter: Heinz Sielmann Stiftung)
Dotierung: 5.000 Euro
 
Beste Kamera   Bestes Skript

(Stifter: sh:z)
Dotierung: 1.000 Euro
 


(Stifter:Kieler Nachrichten)
Dotierung: 1.000 Euro
 
Beste Postproduktion   Beste Musik

(Stifter: Wirtschaftskreis Eckernförde e.V.)
Dotierung: 1.000 Euro
 




(Stifter: Schuhhaus Krohn)
Dotierung: 500 Euro
 
Beste uabhängige Produktion   Bester Meeresfilm

(Stifter: Stiftung Natur im Norden)
Dotierung: 5000 Euro
 

(Stifter: Waldemar Behn GmbH)
Dotierung: 1000 Euro
 
Bester Ökologie Film   Green Report

(Stifter: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein)
Dotierung: 1000 Euro
 

(Stifter: Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde GmbH & F. Ehrich GmbH & Co. KG)
Dotierung: 1.000 Euro
 
Bestes Tierverhalten   sh:z Publikumspreis

(Stifter: Ev.-Luth. Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde & Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland)
Dotierung: 2500 Euro
 

(Stifter: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag)
Dotierung: 1000 Euro
 
Publikumspreis Bester Kurzfilm für Kinder   Publikumspreis Bester Kurzfilm

(Stifter: Gemeinde Damp)
Dotierung: 500 Euro
 

(Stifter: Praxis Dr. Trede)
Dotierung: 500 Euro
 
Frohnatur   Preis der Jugendjury

(Stifter: Z-Systems AG)
Dotierung: 1000 Euro
 

(Stifter: Rotary Club Mittelholstein)
Dotierung: 600 Euro
 
Sonderpreis der Jury    
   

Laudationes der Jury

Bester Film

Penguins-Spy in the Huddle (Pinguine hautnah)

Regie: John Downer
Buch: John Downer/Philip Dalton
Producer: Philip Dalton


Humor im Tierfilm ist schwierig. Und, wenn die Bilder den Humor transportieren ist das eine ganz besondere Leistung. Dieser Film glänzt durch ausgefallene Kameraeinstellungen, großartigen Schnitt, und einem pointierten Musikeinsatz.
Als Tiere getarnte Kameras lassen uns Teil der Tierfamilie werden, das Geschehen aus der Subjektiven beobachten und an einer gefährlichen Heldenreise teilnehmen.

Heinz Sielmann Filmpreis

Die Rückkehr der Raubtiere

(Deutschland, 2013, 44 Min.)
Regisseur und Autor: Holger Vogt
Kamera: Svea Andersson, Sebastian Koerner, Julian Ringer,
Schnitt: Daniel Probst
Sounddesign: Sven-Michael Bluhm
Musik: Andreas Dicke

Holger Vogt gelingt es mit seinem Roadmovie durch Finnland in beeindruckender Weise den Betrachter für die Raubtiere zu sensibilisieren und dringend notwendige Akzeptanz für diese scheuen Räuber zu fördern. Feinfühlig räumt der Regisseur mit der Angst vor dem Wolf auf und lässt spüren, wie das Lebensgefühl sich ändert, wenn man in einer Landschaft neben wehrhaften Raubtieren lebt.
Die filmische Auseinandersetzung mit diesem aktuellen und gesellschaftlich sehr wichtigen Thema ist Anlass für die Stiftung, den Naturfilmer Holger Vogt mit dem Heinz Sielmann Filmpreis 2014 auszuzeichnen.

Beste Kamera

Australien - Im Reich der Riesenkängurus

Kamera, Buch und Regie: Thoralf Grospitz & Jens Westphalen

Die Vielfalt der Kameraperspektiven zeichnet diesen Film aus. Wir erleben das ganze Repertoire des technisch Machbaren und tauchen damit in die unterschiedlichsten Lebensräume ein. Der phänomenale Flug eines Wellensittichschwarmes, die Beutelstudien aus dem Bauch einer Känguruhmama, die uns die ersten Tage ihres Babies miterleben lassen, oder die lebenden Honigtöpfe der Ameisen - allesamt atemberaubende Verhaltensstudien in einer Form, die kaum einen Kommentar brauchen.

Bestes Skript/Story

Superhirne im Federkleid

Buch: Volker Arzt
Regie: Volker Arzt, Angelika Sigl


Eine gute Geschichte zeichnet sich durch eine spannende, stringente Erzählweise aus, ohne die Information zu vernachlässigen. Der Preisträger schafft dies auch noch auf besonders humorvolle Weise. Trockene Wissenschaft leicht, locker und doch verständlich zu übersetzen ist eine Kunst, die nur wenige beherrschen. Der Autor dieses Filmes ist ein Meister seines Faches, der uns Keas und Krähen mit anderen Augen sehen lässt.

Beste Postproduktion

Expedition Deutschland 1

Postproduction Supervisor und Schnitt: Lodur Tettenbor

 "Der Film entsteht am Schneidetisch" ist ein alter Cutterspruch. Bei Naturfilm denkt man eher an exotische Orte, schwierige Drehbedingungen und lange Drehzeiten. Beim Preisträger in dieser Kategorie ist das nur die halbe Wahrheit.
Wir schauen auf das Deutschland von heute - aber erst die Postproduktion öffnet uns den Tunnel in die Vergangenheit. Die Post trägt hier den Film, macht die Zeitreise visuell erlebbar und kurzweilig. Und das ist faszinierend emotional, manchmal sogar witzig und in diesem Fall eindeutig preiswürdig.

Beste Musik

On a river in Ireland

Musik: Kila
Regie/Kamera:John Murray


Die Musik in diesem Film unterstreicht und verstärkt kongenial die emotionale Wirkung der Bilder und der Sprache. Empathisch begleitet sie die Handlung in einem großen Bogen - von zeitgemäß bis traditionell - und ist so einer der Schlüssel für die Wirkung dieses großartigen Naturfilmes.

Beste unabhängige Produktion

Spirit Creatures - Niassa's Invisible Realm

Regie:Keith Begg,
Buch: Samantha Gray, Joe Kennedy & Colleen Begg
Schnitt: Ronette van der Walt

Um die Natur erfolgreich zu schützen, muss man die Menschen verstehen, die in der jeweiligen Region leben, mit ihren Eigenheiten und ihrem spirituellen Vorstellungen. Die Preisträger versuchen  - auf sehr einfühlsame Art - eine uns fremde Welt auszuloten und den Hintergrund abzubilden für nachhaltigen Erfolg im Artenschutz.

Bester Meeresfilm

Legends of the deep - Deep-Sea sharks

Buch und Regie: Yoshio Yuki und Leslie Schwerin

Der Film nimmt uns mit auf eine Expedition ins Unbekannte. Wir finden Tiere, die wir vorher noch nicht gesehen haben. Fabelwesen aus einem Reich der Legenden, in einem Lebensraum voller Mystik und Geheimnisse. Hier hat die Wissenschaft noch immer die Chance wirklich Neues zu finden. Aber die Qualität des Films geht über die neuen Entdeckungen hinaus. Er lässt uns Erfolge und Misserfolge an der Seite der Wissenschaftler miterleben und uns an ihrer Begeisterung teilhaben.

Bester Ökologie Film

Karussell des Lebens - Die Streuobstwiese

Regie: Klaus Scheurich,
Buch: Annette Scheurich, Mi-Yong Brehm, Moritz Mayerle
Kamera: Steffen und Alexandra Sailer, Klaus Scheurich, Boas Schwarz


Ökologie muss nicht immer die ganze Welt betreffen, sondern kann auf einer Wiese beginnen. Und wenn das mit viel Kunstfertigkeit und Liebe zum Detail eingefangen wird, hat man das Gefühl in einen Miniaturkosmos einzutauchen. Der Film lässt uns überraschende Facetten eines Habitats erleben, das wir zu kennen glaubten. Mosaiksteinchen setzen sich zusammen zu einem neuen Verständnis an der Schnittstelle zwischen Natur und Kultur.

Green Report

Versenktes Gift

Regie: Bob Coen, Eric Nadler & Nicolas Koutsikas

Dem Rechercheaufwand kommt in dieser Kategorie eine besondere Bedeutung zu. Der Preisträger zeigt das exemplarisch. Er hat akribisch ein Thema recherchiert, das in seiner Bedeutung bisher weit unterschätzt wurde. Die Dichte der Information ist sehr überzeugend, der Film rüttelt auf und lässt uns geradezu körperlich betroffen zurück. Ein wichtiger Report über eine bedrohlich tickende Zeitbombe.

Bestes Tierverhalten

Kolibris - Leben am Limit

Buch und Regie Paul Reddish

Die moderne Kameratechnik hat auch den Naturfilm revolutioniert. Hochgeschwindigkeitskameras erlauben es, extrem schnelle Bewegungen extrem zu verlangsamen.
Der Preisträger setzt neueste Technik richtig ein, dazu ein Text, der kenntnisreich und fundiert einordnet -  und wir beginnen, zu verstehen. ...

sh:z Publikumspreis

Kleiner Langschläfer Hellwach - Die Haselmaus

Buch und Regie: Joachim Hinz- Co Autorin Beatrix Stoepel
Redaktion: Gabriele Conze WDR

Das Publikum stimmte folgendermaßen ab: 

    1. Kleiner Langschläfer Hellwach - Die Haselmaus, 1173 Stimmen = 40 %
    2. Wildes Baltikum - Die Küste, 912 Stimmen = 31 %
    3. Planet der Spatzen, 852 Stimmen = 29 %

Publikumspreis Bester Kurzfilm

De l'autre côté de la plage

Regie: Fabien Mazzocco & Marie Daniel

Das Publikum stimmte folgendermaßen ab:

  1. De l'autre côté de la plage = 35,7%
  2. Microbombs = 21,4%
  3. A Day in the Life of Lolita the Performing Orca = 14,3%
  4. BE = 12,5%
  5. El Hierro = 8,9%
  6. Quagga = 5,4%
  7. Auslandsjournal - Fuji Weltkulturerbe = 1,8%

Publikumspreis - Bester Kurzfilm für Kinder

Die Quelle

Regie: Sabine Ennulath, Christoph Biemann
Autor: Sabine Ennulath

Das Abstimmungsergebnis:

  1. Die Quelle = 23,3%
  2. Arboraceous = 17,8% + The Bin Mistake = 17,8%
  3. neuneinhalb Meer Ohne Fisch= 14,7% + Renno = 14,7%
  4. Molecule = 6,2%
  5. Enviromental Man = 5,4%

Frohnatur

Bottle

Regie, Autor, Camera, Schnitt, Sounddesign: Kirsten Lepore

Das Publikum stimmte folgendermaßen ab:

  1. Bottle =  34,2%
  2. Vigia = 27,8%
  3. Rapid = 11,4%
  4. Renno = 8,9%
  5. Simon's Cat in smitten = 7,6%
  6. Today is the day 3,8%
  7. Life = 2,5% + The Fisherman = 2,5%
  8. Forest worker = 1,3%
  9. The Bin Mistake = 0,0%

Preis der Jugendjury

Der Bauer und sein Prinz

Regie: Bertram Verhaag

Dieses Jahr waren wir uns vergleichsweise schnell einig, da der Siegerfilm mit aktueller Thematik überzeugte. Die lokal angewendeten Ansätze sind global übertragbar und sollten auf jeden Fall weiter voran getrieben werden. Dieser Film richtet einen Appell  an die Zuschauer, konventionelle Ansichten zu überdenken und neue, alte Wege zu unterstützen.

Die sympathischen Protagonisten veranschaulichen anhand zahlreicher Beispiele, warum Nachhaltigkeit gegenüber dem heutzutage weit verbreiteten kosmetischen Konsumverhalten im Endeffekt die günstigste Lösung für uns alle ist.

Trotz, oder vielleicht gerade wegen der ernsten Kritik, motiviert der Film zur Verbesserung der Situation beizutragen. Auch die "Star"-Besetzung und die angenehm gestaltete  Synchronisation trugen nicht unwesentlich zum Filmvergnügen bei. Der schwerpunktmäßig dokumentarische Ablauf wurde hin und wieder durch ästhetisch wertvolle Naturaufnahmen und passende Musik abgerundet.

Sonderpreis der Jury

More than Honey

Regie: Markus Imhoof
Autor: Markus Imhoof, Kerstin Hoppenhans
Kamera: Jörg Jeshel, Attila Bora


Eine Tier-Doku als großes Kino hat schon was. Ein großes Thema mit kleinen Protagonisten in einem großen Format neunzig Minuten spannend und unterhaltsam aufzubauen, ist eine Kunst für sich und schreit geradezu nach einem Sonderpreis. Und es geht um ein Thema, das uns alle interessieren sollte, weil es uns alle betrifft. Exemplarisch zeigen uns die Bienen wohin blinder Machbarkeitsglaube uns führen kann.