Meine Tante aus Fukushima

Die Filmemacherin Kyoko Miyake verlässt London, um im entfernten Japan ihre Tante zu besuchen, deren Leben durch die Fukushima-Katastrophe völlig aus der Bahn geworfen wurde. Entgegen aller Prognosen, hofft die alte Dame auf einen baldigen Neuanfang in ihrem zerstörten Heimatort Namie. Doch dann erklärt die Regierung die Stadt aufgrund der hohen Strahlungswerte endgültig zur Sperrzone. Das sehr persönliche Portrait gewährt Einblicke in eine traumatisierte Gesellschaft.

Regisseur: Kyoko Miyake

Kyoko Miyake hat gerade ihren ersten Dokumentarfilm mit Spielfilmlänge, ‚My Atomic Aunt‘ (Arbeitstitel - Beyond the Wave) beendet. Eine Co-Produktion von sieben internationalen Sendern einschließlich der BBC, des NHK und des WDR und unterstützt durch ein Stipendien des Sundance Documentary Funds und öffentlichen Geldgebern in Deutschland. Sie befindet sich nun in der Prä-Produktionsphase ihres zweiten großen Films, ‚Brakeless‘, zusammen mit der BBC und entwickelt die Idee zu einer Serie mit Documentary Campus.
Verschieden kurze Dokumentationen bei denen Kyoko Regie geführt hat wurden bei internatonalen Festivals gezeigt, u.a. in Berlin, London, Sydney und SilverDocs. ‚Hackney Lullabies’ gewann den Berlin Today Award 2011 bei dem Berlin Film Festival. ‚Mrs. Birks’ Sunday Roast’, im Auftrag des Film London Programms wurde in die Sammlung des British Film Institute’s National Archive aufgenommen, und wurde 2 Wochen lang erfolgreich am IFC Center New York in Sommer 2011gezeigt. Kyoko wurde für renommierte Projekte wie den Berlinale Talent Campus, das Kunst-Stipendium der Japanischen Regierung, den Talent Campus Tokyo, Crossing Borders und das Pola Art Foundation Stipendium ausgewählt.

Nach ihrem Studium in englischer Geschichte an der Universität in Tokyo kam Kyoko ursprünglich mit einem Swire Centenary Stipendium nach England, um die Geschichte der Englischen Hexerei an der Universität Oxford zu studieren.
Während des Studiums und ihrer Arbeit für japanische und englische Medien begann sie Kurzfilme zu drehen und erfüllte sich damit ihren Kindheitstraum ein Filmemacher zu werden.
Kyoko beabsichtigt ihren Wurzeln in Geschichte treu zu bleiben – allerdings indem sie in Zukunft Filme über Hexerei macht.

2013
78 Min.
7
Regisseur: Kyoko Miyake
Autor: Kyoko Miyake
Kamera: Kozo Natsuumi, Shai Levy
Schnitt: Joby Gee
Musik: Shigeru Umebayashi
Redaktion: Jutta Krug, Red. Dokumentarfilm / WDR
Nominierungen: Preis der Jugendjury 2014