Verbotene Wildnis

Aufführungen

Naturwunder nach der Kohle

Auf alten Tagebaukippen der Lausitz leben Tiere und Pflanzen, die woanders längst verschwunden sind. Doch diese unberührte Natur ist nun erneut von Zerstörung bedroht. Riesige Gebiete sind gesperrt, Schilder verbieten das Betreten. Der Boden muss aufwändig verdichtet werden. Ist die neue Wildnis nach der Kohle in Gefahr, wieder zu verschwinden?

Einst vom Tagebau geschunden, findet sich heute auf dem ehemaligen Braunkohleabbaugebiet der Lausitz eine der spektakulärsten Landschaften Deutschlands

Regisseur: Heiderose Häsler

Heiderose Häsler (65) arbeitet seit 1976 als Fernsehjournalistin. Im DDR-Fernsehen war sie Korrespondentin für die Bezirke Neubrandenburg und Cottbus. Dadurch ist sie seit den 1980er Jahren mit den Braunkohletagebauen der Lausitz und deren Sanierung vertraut. Ab 1992 war sie Redakteurin für die Umweltredaktion OZON im ORB, dem heutigen RBB. Neben der redaktionellen Arbeit machte sie selbst viele Beiträge und Filme über Umwelt- und Wissenschaftsthemen: "Tornados in Deutschland", "Rodeo am Himmel - Forschung für mehr Flugsicherheit". "Verbotene Wildnis. Die verlorene Wunder der Tagebaulandschaften" von 1998 erhielt mehrere Preise im In- und Ausland. 20 Jahre später wurde die "Verbotene Wildnis" nochmal zum Film, als einmalige Langzeitbeobachtung über die Entwicklung einer ganz besonderen Tier- und Pflanzenwelt im alten Lausitzer Revier. Ihr besonderes Interesse gilt den Wildpflanzen. So entstanden im Abstand von 10 Jahren zwei Filme mit dem Titel "Berliner Pflanzen", über die sie auch ein Buch geschrieben hat.

Regisseur: Wolfgang Albus

Wolfgang Albus (46) arbeitet seit über 15 Jahren als Fernsehjournalist für den Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb), vormals ORB. Seine thematischen Schwerpunkte sind Wissenschafts- und Umweltthemen. Er arbeitete tagesaktuell in den Nachrichtenformaten und für Magazine (OZON unterwegs). Seine Dokumentationen für den rbb „Wer hat Angst vorm bösen Wolf – Über die Rückkehr eines geschützten Raubtieres“ und „Vom Mars zum Seenland – Die Internationale Bauausstellung Fürst-Pückler-Land“ sind inhaltlich in der Lausitz angesiedelt. Neben seiner Tätigkeit als Autor betreute er redaktionell die Sendung „Theodor – Geschichte(n) aus der Mark“ und zuletzt die Nachfolgesendung „Erlebnis Geschichte“.
Seine Ausbildung begann er als Volontär der Rhein-Zeitung, die als eine der auflagenstärksten deutschen Tageszeitungen zwischen Bonn und Mainz erscheint. Dort arbeitete er mehrere Jahre als festangestellter Redakteur und wechselte für das Blatt bis zum Regierungsumzug als Korrespondent nach Berlin, wo er bis heute lebt.

Deutschland
2018
44 Min.
Deutsch
6
Regisseur: Heiderose Häsler, Wolfgang Albus
Autor: Heiderose Häsler, Wolfgang Albus
Kamera: Till, Ludwig, Christian Schulz u.a.
Schnitt: Katrin See
Musik: Gernot Ursin
Sprecher: Stefan Kaminski
Redaktion: Hellmuth Henneberg (rbb)
Produktion: Ulrich Kohrt, Mirko Franceschina (rbb)
Nominierungen: Heinz Sielmann Filmpreis 2019