Polarwolf

Bilder von der Rückkehr der Natur

Eckernförder Zeitung 31.03.2011

Preisgekrönte Filme des "Green-Screen-Festivals" begeisterten 80 Zuschauer auf der Kinobühne

Neumünster
Sie waren bislang bei jeder Kinobühne dabei: "Das ist Kino einmal anders. Hier werden ausgefallene Filme gezeigt, Filme aus Schleswig-Holstein oder von jungen Filmemachern. Auch die Atmosphäre ist besonders nett", sagten Susanne Bielenberg-Bruhn und ihr Sohn Lasse, der selber Filme dreht und mit einem Dokumentarfilm in diesem Jahr den 1. Platz beim Schüler-Medienpreis Schleswig-Holstein belegt hat.
Mit "Best of Green Screen" zeigte die Kinobühne am Dienstagabend die Siegerfilme des Internationalen Naturfilmfestivals "Green Screen" in Eckernförde. Rund 80 Zuschauer waren zu Gast im ausverkauften "Kinosaal" auf der Bühne im Theater in der Stadthalle. Sie wurden nicht enttäuscht.
"Mount St. Helens - Der Vulkan lebt" wurde als bester Film des Festivals 2010 ausgezeichnet und nun dem gespannten Neumünsteraner Publikum vorgeführt. Am 18. Mai 1980 explodierte an der Westküste der USA der Mount St. Helens und verwandelte grüne Wälder und Bergseen in eine Mondlandschaft. Der Film erzählt bildgewaltig, wie die Natur das zerstörte Land zurückerobert. Nur wenige Wochen nach der Eruption entdeckten Wissenschaftler in dem Gebiet frische Erdhaufen: Die Nördliche Taschenratte, ein kleiner Nager, hatte den Vulkanausbruch in seinem unterirdischen Höhlensystem überstanden . Er ernährte sich von den Überresten abgestorbener Lupinen. 1982 wurde die erste Lupine inmitten der Gerölllandschaft entdeckt, wenige Jahre später leuchteten hier wieder Blumenwiesen.
"Leben zwischen den Zeilen" zeigte in Nahaufnahme einen Mikrokosmos in Büchern, in dem der etwa einen Millimeter kleine Bücherskorpion die noch kleinere Bücherlaus jagt.
"Wir wollen mit diesen Filmen die Menschen für die Natur sensibilisieren ", sagte Hennig Willers, Vorsitzender des Green-Screen-Fördervereins. Das nächste Naturfilmfestival in Eckernförde läuft vom 7. bis 12. Septembe