Polarwolf

Kleines Festival war ein großer Erfolg

Eckernförder Zeitung 18.08.2011

350 Gäste sahen sich in der Holstenhalle drei Green-Screen-Naturfilme an und wählten ihren Favoriten für den Publikumspreis des sh:z

Neumünster
Das war ein fulminanter Auftakt für den Green-Screen-Publikumspreis vom Holsteinischen Courier und elf weiteren Ausgaben des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages: Rund 350 Courier-Leser waren in die Holstenhalle 2 gekommen, um drei faszinierende Filme des Eckernförder Naturfilmfestivals zu sehen und ihren Liebling zu wählen. "Die ersten Gäste waren schon anderthalb Stunden vorher da. Am Ende waren es viel mehr, als wir erhofft hatten", sagte Hans-Werner Wagner vom Vorstand des Green-Screen-Fördervereins.
Die hohen Erwartungen der Zuschauer an die drei Filme wurden nicht enttäuscht - sie zeigten sich allesamt sehr beeindruckt von den Bildern auf der großen Leinwand. "Bei dem Festival in Eckernförde war ich noch nie, habe aber schon viel davon gehört. Ich nehme den Courier-Filmabend als Einstieg und werde Green Screen Anfang September sicher besuchen", sagte Marlen Janke (57). Ihr Favorit vor der Vorstellung war der Film "Im Reich des Eisvogels" von Rolf J. Möltgen, der sich als Hommage an den Westerwald herausstellte.
Den Auftakt machte jedoch der Streifen "Manege frei - Elefanten im Spiegel" vom Regisseur Volker Arzt. Die Zuschauer erlebten heitere und tragische Momente im Leben von Elefanten. Der Film zeigte, wie die intelligenten Tiere lernen. Spannend wurde es beim Spiegel-Test: Kann sich Elefanten-Dame Marla selbst im Spiegel erkennen? Einige Zuschauer klatschen begeistert in die Hände, als klar wurde: Ja, sie kann!
Nach einer Pause gab "Wildes Hamburg - Tiere in der Stadt" von Thoralf Grospitz und Jens Westphalen den Blick auf das Leben von Bisam, Wanderfalke, Iltis, Fuchs, Uhu und sogar Seeadler in der Millionenstadt frei. "Mit den drei Filmen zeigen wir drei Aspekte des weiten Genres Naturfilm: Domestizierte, wildlebende und der Zivilisation folgende Tiere", sagte Michael van Bürk vom Green-Screen-Förderverein. Festivalleiter Gerald Grote: "Es war eine schwierige Auswahl aus den 85 Filmen, die wir in diesem Jahr zeigen werden. Herausgekommen ist ein repräsentativer Blick auf unser Programm."
Den Zuschauern fiel die Wahl schwer. "Die Filme haben mir ausgesprochen gut gefallen", sagte Ute Schön (70) nach der Vorstellung. Sie stimmte für den Hamburg-Film: "Die Tiere, die gezeigt wurden, sind eigentlich nichts Besonderes, sie wurden aber auf besondere Weise gezeigt." Doris Will (72) kreuzte den Film über den Eisvogel auf ihrer Stimmkarte an. "Das waren tolle Aufnahmen. Außerdem wurde die Fütterung der Eisvogel-Jungen gut erklärt. Es hat mich überrascht, dass ein Pärchen drei Bruten gleichzeitig aufzieht." Auch Felix Böttcher (31) war von dem zweiten Film des Abends angetan: "Mit der digitalen Technik von heute kommt man einfach näher ran an die Eisvögel und bekommt ein klareres Bild", sagte der Cutter aus Kassel, der mit seiner Freundin Wiebke Siemßen aus Neumünster gekommen war. Marlen Janke, die ursprünglich auch für den Eisvogel stimmen wollte, haben am Ende die Elefanten am besten gefallen: "Umwerfende Tiere, aber doch so filigran."